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Leitern und Tritte

Geprüfte Sicherheit im Blick.
Leitern und Tritte müssen nicht nur richtig genutzt, sondern auch regelmäßig geprüft werden. Unsere 3D-Visualisierungen zeigen typische Risiken und sicheres Verhalten – praxisnah, verständlich und bereits in offiziellen DGUV-Materialien im Einsatz. Ideal für Schulungen und Unterweisungen, die wirklich ankommen.

Leitern und Tritte – Sicherheit im täglichen Einsatz

Leitern und Tritte gehören zu den am häufigsten genutzten Arbeitsmitteln im betrieblichen Alltag. Gerade weil sie so selbstverständlich eingesetzt werden, werden Risiken oft unterschätzt. Tatsächlich zählen Abstürze von Leitern in Deutschland seit Jahren zu den häufigsten Unfallursachen im Arbeitsumfeld.

Schon eine unsichere Aufstellung, ein ungeeigneter Untergrund oder das Arbeiten über die zulässige Höhe hinaus können zu gefährlichen Stürzen führen. Häufig werden Leitern auch dort eingesetzt, wo eigentlich ein sichereres Arbeitsmittel erforderlich wäre. Ein bewusster und fachgerechter Umgang ist daher entscheidend.

Zur sicheren Nutzung gehört auch die regelmäßige Kontrolle. Leitern und Tritte sollten vor jeder Verwendung auf erkennbare Mängel geprüft werden. Zusätzlich ist eine wiederkehrende Prüfung durch eine befähigte Person erforderlich, in der Praxis meist mindestens einmal jährlich. Grundlage hierfür ist die Gefährdungsbeurteilung im Betrieb sowie unter anderem die DGUV Information 208-016.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen praxisnah zeigen, worauf es beim sicheren Einsatz von Leitern und Tritten ankommt. Die dargestellten Beispiele helfen dabei, typische Gefährdungen schnell zu erkennen und korrektes Verhalten verständlich zu vermitteln – insbesondere auch für Unterweisungen.

Fachlich geprüft & praxiserprobt in offiziellen DGUV Schriften

Das Besondere an unserem Bildmaterial: Alle Illustrationen und Medien wurden in fachlicher Abstimmung mit Experten der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und den Berufsgenossenschaften entwickelt. Unsere Grafiken sind daher auch fester Bestandteil von offiziellen DGUV-Schriften und Leitfäden.
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Leitertypen

Unterschiedliche Arbeiten erfordern unterschiedliche Aufstiegshilfen. Ob Stehleiter, Anlegeleiter oder fahrbares Gerüst – jeder Leitertyp bringt spezifische Konstruktionsmerkmale und damit auch eigene Sicherheitsanforderungen mit sich. Die Wahl der passenden Leiter ist der erste und wichtigste Schritt, um Sturzunfälle im Betrieb effektiv zu vermeiden. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Leitertypen im direkten Vergleich sowie die entscheidenden Sicherheitsregeln für die Praxis und Ihre nächste Sicherheitsunterweisung.

Mehrzweckleitern

Anlegeleitern

Unterschiede zwischen Stehleiter und Anlegeleiter

Stehleitern und Anlegeleitern unterscheiden sich nicht nur im Aufbau, sondern auch in ihrer sicheren Verwendung. Stehleitern stehen frei und bieten durch ihre Konstruktion eine höhere Stabilität, sofern sie vollständig geöffnet und auf festem Untergrund aufgestellt werden.

Anlegeleitern hingegen müssen an einer geeigneten Fläche angelehnt werden. Dabei ist der richtige Anstellwinkel entscheidend. Ist die Leiter zu steil oder zu flach, steigt die Gefahr des Abrutschens oder Kippens. Zusätzlich muss der obere Anlegepunkt stabil genug sein, um die Belastung aufzunehmen.

Stehleitern richtig verwenden: freistehend arbeiten

Stehleitern sind freistehende Leitern und benötigen keine Anlegefläche. Damit sie sicher stehen, müssen beide Leiterteile vollständig aufgeklappt und die Spreizsicherung korrekt eingerastet sein. Ein unvollständiges Aufstellen gehört zu den häufigsten Unfallursachen.

Auch bei Stehleitern ist auf einen festen, ebenen Untergrund zu achten. Sie dürfen nicht als Anlegeleiter verwendet oder angelehnt eingesetzt werden. Zudem ist ein Übertreten auf andere Ebenen oder Bauteile nicht zulässig, da dies die Stabilität der Leiter gefährdet und zu Abstürzen führen kann.

Stehleitern

Wichtige Fakten auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte für sicheres Arbeiten
01

Häufige Unfallursache

Abstürze von Leitern gehören in Deutschland zu den häufigsten Arbeitsunfällen. Schon geringe Höhen reichen aus, um schwere Verletzungen zu verursachen.
02

Regelmäßige Prüfung erforderlich

Leitern und Tritte müssen regelmäßig geprüft werden. Neben der Sichtkontrolle vor jeder Nutzung ist eine wiederkehrende Prüfung durch eine befähigte Person notwendig.
03

Falsche Nutzung erhöht das Risiko

Viele Unfälle entstehen durch unsachgemäße Verwendung, etwa durch falsches Aufstellen, Übersteigen der obersten Stufe oder seitliches Hinauslehnen.
04

Nicht jede Tätigkeit ist geeignet

Leitern sind nicht für alle Arbeiten geeignet. Bei längeren Tätigkeiten oder fehlendem sicheren Stand sollten alternative Arbeitsmittel verwendet werden.

Sprosse oder Stufe – der Unterschied zählt

Sprossenleitern verfügen über schmale, manchmal runde Sprossen und sind in erster Linie für den Auf- und Abstieg sowie für kurzzeitige Arbeiten vorgesehen. Stehleitern mit Stufen bieten dagegen eine größere und flachere Standfläche, wodurch ein stabilerer Stand möglich ist.

Aus diesem Grund sind Arbeiten auf Stufenleitern in der Praxis auch über einen etwas längeren Zeitraum möglich. Dennoch gilt: Die Tätigkeit muss jederzeit sicher ausgeführt werden können. Für Arbeiten mit erhöhtem Risiko, größerer Dauer oder wenn ein fester Stand mit beiden Händen erforderlich ist, sind weiterhin andere Arbeitsmittel vorzuziehen.

Sprossenleiter

Stufenleiter

Ellenbogen-Methode

Anstellwinkel prüfen

Der richtige Anstellwinkel einer Anlegeleiter lässt sich einfach mit der sogenannten Ellenbogen-Methode überprüfen. Stellen Sie sich dazu mit den Füßen direkt an den Leiterfuß und strecken Sie den Arm gerade nach vorne aus. Berührt Ihr Ellenbogen dabei eine Sprosse der Leiter, steht sie in einem passenden Winkel.

Dieser entspricht in der Regel einem Anstellwinkel von etwa 65 bis 75 Grad und sorgt dafür, dass die Leiter weder zu steil noch zu flach steht. Eine korrekt aufgestellte Leiter bietet deutlich mehr Stabilität und reduziert das Risiko des Abrutschens oder Kippens.

Weitere Leitertypen

Von Mehrzweckleitern über Schiebeleitern bis zu Podest- und Spezialleitern: Jede Leiterart hat eigene Einsatzbereiche, Grenzen und Sicherheitsanforderungen.

Podest und Plattformleitern

Podest- und Plattformleitern sind oft die bessere Wahl, wenn länger auf einer Leiter gearbeitet werden muss oder beide Hände für die Tätigkeit benötigt werden. Sie bieten mehr Standfläche und häufig bessere Haltemöglichkeiten.

Tritte

Tritte eignen sich für geringe Höhen und kurze Tätigkeiten, etwa im Lager, Büro, Archiv oder Verkaufsbereich. Auch hier gilt: standsicher aufstellen, Zustand prüfen und nicht zweckentfremden

Warum Leitern nur zweite Wahl sind

Leitern sind praktisch, schnell verfügbar und flexibel einsetzbar. Trotzdem sind sie nicht automatisch das geeignete Arbeitsmittel. Für Arbeiten in der Höhe ist zuerst zu prüfen, ob ein sichereres Arbeitsmittel verwendet werden kann – zum Beispiel ein Gerüst, eine Hubarbeitsbühne, eine Arbeitsplattform oder eine Podestleiter.
  • Eine Leiter kommt vor allem dann in Betracht, wenn:
  • - die Arbeit nur kurz dauert
  • - keine verhältnismäßigere sichere Alternative zur Verfügung steht
  • - die Leiterart zur Tätigkeit passt
  • - die Gefährdung gering ist

Vor der Benutzung prüfen

  • Holme nicht verbogen, gerissen oder beschädigt
  • Stufen/Sprossen fest und unbeschädigt
  • Leiterfüße vorhanden und rutschhemmend
  • Spreizsicherung intakt
  • Verriegelungen funktionsfähig
  • keine starken Verschmutzungen durch Öl, Fett, Farbe oder Schlamm
  • Kennzeichnung und Herstellerhinweise lesbar
  • keine provisorischen Reparaturen

FAQ Leitern und Tritte

Leitern dürfen nur eingesetzt werden, wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass kein sichereres Arbeitsmittel erforderlich ist. Für Tätigkeiten mit höherem Risiko oder längerer Dauer sind beispielsweise Arbeitsbühnen oder Gerüste vorzuziehen.

Die zulässige Arbeitsdauer hängt von der Arbeitshöhe und der Tätigkeit ab. Grundsätzlich sind Leitern nur für kurzzeitige Arbeiten geeignet. Mit zunehmender Höhe und Dauer steigt das Risiko, sodass alternative Arbeitsmittel verwendet werden sollten.

Leitern und Tritte müssen vor jeder Benutzung auf sichtbare Mängel kontrolliert werden. Zusätzlich ist eine regelmäßige Prüfung durch eine befähigte Person erforderlich. In der Praxis erfolgt diese meist mindestens einmal jährlich, abhängig von Nutzung und Beanspruchung.

Beschäftigte müssen regelmäßig im sicheren Umgang mit Leitern und Tritten unterwiesen werden, in der Regel mindestens einmal jährlich. Zusätzlich sind Unterweisungen erforderlich, wenn sich Arbeitsbedingungen ändern oder neue Arbeitsmittel eingesetzt werden.

Häufige Ursachen für Unfälle sind unsachgemäße Aufstellung, seitliches Hinauslehnen, das Stehen auf unzulässigen Stufen oder die Verwendung ungeeigneter Hilfsmittel. Auch das Arbeiten ohne sicheren Halt erhöht das Risiko erheblich.

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